Hochschulprogramm DiGiTal

Netzwerk, Ziele und Förderinstrumente

Netzwerk beteiligter Hochschulen

Im Verbund des Programms DiGiTal wirken in der II. Förderperiode erneut dreizehn Hochschulen unterschiedlichen Typs in öffentlicher und konfessioneller Trägerschaft mit. Dies sind (in alphabetischer Reihenfolge): Alice Salomon Hochschule Berlin, Berliner Hochschule für Technik, Evangelische Hochschule Berlin, Freie Universität Berlin, Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin, Technische Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, weißensee kunsthochschule berlin.

Das Programm DiGiTal schafft über die hochschulübergreifende Zusammenarbeit in Berlin besondere Voraussetzungen für den Transfer von Wissen und Konzepten und befördert damit die wissenschaftliche und künstlerische Kreativität und die Forschung im Zukunftsfeld der Digitalisierung.

Ziele des Programms

Innovative Digitalisierungsforschung fördern

Mit der rasanten Ausweitung der Digitalisierung in nahezu allen Arbeits- und Lebensbereichen stellen sich vielfältige fachliche und gesellschaftliche Fragen. Wissenschaft und Kunst sind herausgefordert, die Veränderung von Strukturen und Prozessen kritisch zu hinterfragen und aktiv mitzugestalten. Die Komplexität des Gegenstandes erfordert sowohl disziplinspezifische Ausarbeitungen als auch eine dezidiert inter- und transdisziplinäre Perspektive. In Kombination mit den verschiedenen Fachrichtungen und Hochschultypen, die sich unter dem Dach des Programms versammeln, bietet das Hochschulprogramm DiGiTal einen idealen Rahmen für entsprechende Forschungsprojekte und künstlerische Arbeiten im interdisziplinären Austausch. Kritisch hinterfragt werden können die digitalen Transformationsprozesse ebenso durch die Frauen- und Geschlechterforschung.

Förderung exzellenter Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen

Das Verbundprogramm DiGiTal zielt auf die Erhöhung des Frauenanteils in der Statusgruppe der Professuren. Hierfür sind langfristige Maßnahmen erforderlich, die bereits ab der Promotion alle Karrierephasen ebenso berücksichtigen wie die unterschiedlichen Voraussetzungen für eine Professur an den verschiedenen Hochschultypen. DiGiTal eröffnet flexible Qualifizierungsmöglichkeiten für exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und Künstlerinnen. Neben den etablierten Qualifizierungswegen kann so auch auf die Besonderheiten und Erfordernisse der verschiedenen Qualifizierungswege zur Professur eingegangen werden. Das Programm ist für Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen aller in Berlin vertretenen Fachrichtungen und Hochschultypen in der Prae- und Post-Doc-Phase geeignet. In der II. Förderperiode soll besonders auf die Beteiligung von Frauen aus den MINT-Fächern geachtet werden, da in diesen Fächern die Frauenanteile noch immer sehr gering sind.

Förderung der kooperativen Promotion

Mit DiGiTal werden kooperative Promotionen programmatisch gefördert. Dies ist eines der zentralen Elemente und ein Alleinstellungsmerkmal des Programms. Absolvent*innen einer Hochschule für angewandte Wissenschaften und Absolvent*innen von Kunsthochschulen können sich auf Promotionsstellen bewerben und im Zuge des Projektes für eine Professur qualifizieren. Die Betreuung der Promovend*in erfolgt dabei durch ein Tandem, bestehend aus einer*einem Professor*in einer Hochschule für angewandte Wissenschaften und einer Universitätsprofessor*in. Durch die Durchführung kooperativer Promotionen und die Unterstützung von Absolvent*innen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Kunsthochschulen in einem hochschultypübergreifenden Verbund hat das Programm Modellcharakter und vernetzt die Berliner Hochschullandschaft auch auf dieser Ebene bei der Gewinnung von Nachwuchswissenschaftler*innen und -künstler*innen.

Hochschulübergreifende, interdisziplinäre Vernetzung

Durch die Bandbreite der beteiligten Hochschulen können sich die Geförderten ein fächerübergreifendes wissenschaftliches bzw. künstlerisch-gestalterisches Profil erarbeiten, ihre interdisziplinären Netzwerke ausbauen und von einem breiten Fach- und Erfahrungsaustausch profitieren. Die daraus resultierenden Fähigkeiten (mit Kolleg*innen unterschiedlicher Disziplinen zusammenzuarbeiten und neue Sprachen zu entwickeln) sollen den DiGiTal-Geförderten helfen, sich sehr gut für eine Professur aufzustellen. Denn interdisziplinäre Befähigung und interdisziplinäre Vernetzung stellen ein zentrales wissenschaftliches Qualifikationsziel auf dem Weg zur Professur, insbesondere in der Digitalisierungsforschung, dar.

Förderinstrumente

Als Förderinstrumente zur Umsetzung der Programmziele sind Stellen für Postdocs, Stellen zur Promotion und Stellen für künstlerische Projekte vorgesehen. Den Stelleninhaber*innen mit künstlerischen Projekten soll ebenfalls die Möglichkeit zur Promotion eingeräumt werden, falls Sie über die entsprechend nötigen Abschlüsse verfügen. Die Vergabe der Stellen erfolgt in einem offenen, wissenschaftsgeleiteten Verfahren. Die Förderdauer durch das BCP beträgt für alle Projekte drei Jahre. Für Postdoc-Stellen ist ein Arbeitsvertrag im Umfang von 100% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit vorgesehen. Für Stellen zur kooperativen Promotion bzw. für künstlerische Projekte ist ein Umfang von 75% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit vorgesehen. Die Eingruppierung aller Stellen erfolgt in Anlehnung an EG 13 des TV-L.