Stadt- und Regionalökonomie
Gleichwertige Lebensverhältnisse: Passgenaue Maßnahmen zur Entwicklung strukturschwacher Regionen
Laufzeit: Mai 2019 - Dezember 2020 in Kooperation mit Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV) für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Team

ProjektleitungProf. Dr. Lech Suwala
ProjektteamJonas König, Colin Delargy, Dr. Hans-Hermann Albers, Dr. Janet Merkel

Abstract

Die Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse ist ein grundlegendes Ziel der Regionalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Trotz Erfolgen in diesem Politikfeld seit der Wiedervereinigung 1990 stellt der fortschreitende demographische, technologische und ökonomische Wandel immer neue Herausforderungen an wirtschaftspolitische Interventionen. Folglich zeigen sich regionalökonomische Disparitäten heute in einem komplexen Mosaik unterschiedlicher und dynamischer Problemlagen. Umso schwieriger wird es, pauschale Lösungen anzubieten; und umso größer ist der Bedarf nach innovativen und passgenauen Maßnahmen. 

Vor diesem Hintergrund wird das Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die wirtschaftsnahe, insbesondere innovationsbezogene Förderpraxis in jeweils drei ost- und westdeutschen Regionen evaluieren und Vorschläge für ihre Weiterentwicklung erarbeiten. Ziel ist es, die Passgenauigkeit und Integration unterschiedlicher Fördermaßnahmen zu erhöhen. 

Auf dem Weg zu diesem Ziel führt das Forschungsprojekt eine detaillierte Analyse der jeweiligen Förderwirklichkeit durch: Thematisiert werden Engpässe im Förderprozess sowie bisher nicht adressierte Förderbedarfe, die sich aus der konkreten Situation vor Ort ergeben. Gleichzeitig will das Forschungsprojekt innovative Lösungen und Kooperationen für die Unterstützung von Förderzielen vor Ort identifizieren. Verwaltung und Wirtschaftsförderung werden nicht nur als passive Begleiterinnen von Innovations- und Förderprozessen begriffen, sondern in ihrer aktiven Rolle als Initiatoren und innovative Akteure gewürdigt. 

Um dieser zentralen Stellung kommunaler Akteure vor Ort bei der Formulierung passgenauer Maßnahmen Rechnung zu tragen, werden im Rahmen des Forschungsprojekts Regionalkonferenzen in ausgewählten, strukturschwachen Regionen durchgeführt. In unterschiedlichen, interaktiven Formaten sollen hier regionalspezifische Herausforderungen diskutiert und gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet werden. Das Fachgebiet Stadt- und Regionalökonomie der TU Berlin ist für die Organisation der Regionalkonferenzen in den drei ostdeutschen Untersuchungsräumen zuständig; das ganze Projekt findet in enger Kooperation mit dem Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer statt, das parallel drei westdeutsche Untersuchungsräume fokussiert. Die Untersuchung ähnlicher Regionstypen in Ost- und Westdeutschland gewährleistet die Integration des Gesamtprojekts.

Partner

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
  • Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV)