Stadt- und Regionalökonomie
ARL-Arbeitskreis "Zeitgerechte Stadt" – Konzepte und Perspektiven für die Planungspraxis
Laufzeit: Oktober 2014 - 2017

Team

ProjektleitungProf. Dr. Dietrich Henckel

Abstract

Ein neuer Arbeitskreis unter dem Titel „Zeitgerechte Stadt“ wird am 01. Oktober 2014 seine Arbeit aufnehmen. Die temporalen Strukturen der Gesellschaft ändern sich im Rahmen des wirtschaftlichen und sozialen Wandels weit reichend und haben massive Rückwirkungen auf den Raum. Die ARL hat schon einmal einen Arbeitskreis zum Zusammenhang zeitlicher und räumlicher Entwicklung betreut, der mit der Veröffentlichung Dietrich Henckel, Matthias Eberling (Hrsg.), Raumzeitpolitik, Opladen 2002, seinen Abschluss fand. Mittlerweile ist die Sensibilität für die raumzeitliche Fragen deutlich gewachsen, die Forschung in diesem Bereich hat deutlich zugenommen und – insbesondere durch die Verbreitung neuer Techniken haben sich einerseits die Veränderungen der Zeitstrukturen intensiviert, gleichzeitig aber neue Möglichkeiten eröffnet, die Zusammenhänge zwischen räumlicher und zeitlicher Entwicklung abzubilden sowie neue Instrumente der Steuerung und Beeinflussung zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat das Präsidium der ARL beschlossen, erneut einen Arbeitskreis zu Fragen der raumzeitlichen Entwicklung einzurichten und Dietrich Henckel gebeten, den Vorsitz zu übernehmen. Die Stellvertretung hat Frau Prof. Dr. Caroline Kramer vom KIT in Karlsruhe übernommen.

Aufgabe des Arbeitskreises ist in den nächsten zwei bis drei Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven Beiträge zu leisten u.a. zu folgenden Aspekten:

  • Strukturanalyse: Wie verändern sich Erreichbarkeiten und Zugänglichkeiten in den Quartieren, Städten und Stadtregionen? Welche Folgen hat dies für die Inanspruchnahme des Raumes?
  • Normative Überlegungen: Wie kann „Zeitgerechtigkeit“ definiert und eingegrenzt werden? Wie müssen Quartiere, Städte und Stadtregionen organisiert sein, um zeitgerecht im Sinne einer zeitlichen, sozialen und räumlichen Verteilungsgerechtigkeit zu sein?
  • Planerische Möglichkeiten: Wie lassen sich räumliche und zeitliche Planung integrieren? Welche Auswirkungen hat das auf die verschiedenen räumlichen Planungen auf unterschiedlichen Planungsebenen?
  • Akteursanalyse: Wer sind die Akteure der Zeitgerechtigkeit? Welche Interessen verfolgen sie? Welche Machtstrukturen wirken auf das Individuum und wie werden sie auf städtischer Ebene über Temporalstrukturen vermittelt?

Das endgültige Arbeitsprogramm formuliert der Arbeitskreis im Rahmen der ersten Sitzungen.

Partner

  • Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL)