Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme

SMIS - Subsea Monitoring via Intelligent Swarms

  • Schiffbaulicher Entwurf eines Oberflächenfahrzeuges als Kommunikationsknoten zwischen Satelliten, Bodenstation und der Schifffahrt
  • Entwicklung einer Bodenstation als Missionszentrale, Energiespeicher und Datensammelpunkt bei der Tiefseeexploration
  • Technologietransfer und Ausarbeitung von Verwertungsstrategien

Mit dem SMIS-Konzept wird eine autonome Überwachung und Erkundung der maritimen Umwelt basierend auf druckneutraler Technologie angestrebt. Zunächst werden zwei Unterwasserfahrzeuge (AUVs), eine Unterwasser-Bodenstation und ein Oberflächenfahrzeug eingesetzt, die unter Nutzung von Schwarmprinzipien von einem Forschungsschiff oder ggf. einer Landstation betrieben werden. Das prominente Alleinstellungsmerkmal der SMIS-Flotte ist der Einsatz des Schwarmsystems über einen Tiefenbereich bis zu  6.000 m. Dies wird durch neuartige Algorithmen zur Schwarmsteuerung und zur Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der Bodenstation bzw. der Leitzentrale an Bord des Forschungsschiffes realisiert.

Die in SMIS entwickelten Fahrzeuge werden im Verlauf des Projektes in der Ostsee auf Expeditionen mit dem FS Elisabeth Mann Borgese getestet, sowie  im Nordost Atlantik an Bord des FS Poseidon (2014) und FS Maria S. Merian (2015) zu einer dreidimensionalen Vermessung der Azoren Front erstmalig eingesetzt.

Nach erfolgreicher Projektphase kann das SMIS-System aufgrund des modularen Konzepts gezielt auf geforderte Einsatzzwecke abgestimmt werden. Die fokussierten Potentiale des Systems liegen in der Vorbereitung des Meeresbergbaus, im Speziellen der Seebodenerkundung für die Manganknollengewinnung. In diesem Zusammenhang sollen auch mögliche Auswirkungen auf die Umwelt untersucht werden können. Ein weiteres Einsatzszenario stellt die Überprüfung der sachgemäßen Überdeckung von Seekabeln in Offshore-Windparks dar.

Innerhalb des Forschungsvorhabens soll mittels Technologietransfer und geeigneter Verwertungsstrategien die im Forschungsschwerpunkt TIMM [1] explizit geforderte Entwicklung zum Systemanbieter ermöglicht werden. Mit der Umsetzung der Forschungsergebnisse kann die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im strategisch wichtigen Markt der Meerestechnik gestärkt werden.

  • Projektpartner: IMPaC Offshore Engineering GmbH, Enitech GmbH, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Universität Rostock (CeMarIS), Leibniz Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
  • Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
  • Laufzeit: 01.Jan 2013 – 30.Jun 2016

[1] „Technologien für Inspektion und Monitoring im Meer“ im Rahmen des Forschungsprogramms „Maritime Technologie der nächsten Generation“ , BMWi, Mai 2011

Unsere Ansprechpartner für das Projekt