Städtebauliche Denkmalpflege und Urbanes Kulturerbe

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Nach der Kohle - Exkursion in die Bergbauregionen Ruhrgebiet und Rheinland

Vom 8. – 12.05. unternahm das Bachelorprojekt „Von Ansiedlungen und Umsiedlungen. Das städtebauliche Erbe des Lausitzer Braunkohlereviers“ eine Exkursion nach Nordrhein-Westfalen, um die Industriestätten des Ruhrgebiets sowie das Braunkohlerevier des Rheinlands zu erkunden. Von Essen aus wurden entlang der Route der Industriekultur das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein, die Siedlung Margarethenhöhe, die Zeche Carl und der Landschaftspark Nordstern erkundet. Weitere Programmpunkte waren die renaturierte Emscher, die Arbeitersiedlung Schüngelberg und die Halde Rungenberg in Gelsenkirchen. Am letzten Tag der Exkursion unternahm die Gruppe noch einen Ausflug nach Duisburg, wo der Innenhafen und der Landschaftspark Duisburg Nord besichtigt wurden.

An den Tagen Mittwoch und Donnerstag wurde im Kontrast zu dem Programmteil im Ruhrgebiet eine Region be- und untersucht, in der der Strukturwandel gerade erst am Anfang steht und sich die Frage mit dem Umgang der industriellen Hinterlassenschaften akut stellt. So besuchte das Projekt zunächst ein Neubaugebiet der Stadt Erkelenz, die die umgesiedelten Dörfer Keyenberg (neu), Kuckum (neu) und Unterwestrich (neu), Oberwestrich (neu) und Berverath (neu) umfasst. Im Anschluss befasste sich die Gruppe eingehend mit den alten Dörfern Kuckum und Keyenberg im Rahmen einer historischen Ortsanalyse, die durch einen Ortstermin in Morschenich mit einem Verterter des Landschaftsverbandes Rheinland vorbereitet wurde. Weitere Gespräche mit einem Vertreter der Bürgerinitiative „Alle Dörfer bleiben“ sowie Vertreterinnen der Stadt Erkelenz führten eindrücklich die Situation in den teilweise devastierten Gebieten und die unterschiedlichen Perspektiven auf den Wandel der Braunkohleregion vor Augen.