Brau- und Getränketechnologie

Geschichte des Fachgebietes Brau- und Getränketechnologie

Campus Seestr.

Die Altbauten des Brautechnischen Standorts an der Seestraße entstanden zwischen den Jahren 1889 bis 1897. Sie sind auf den wachsenden Raumbedarf des seit 1874 bestehenden Instituts für Gärungsgewerbe und Stärkefabrikation (IfGS) zurückzuführen, aus dem auch die Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) hervorging.

Das Institut-Gelände an der Seestraße sowie die Finanzierung der Gebäude wurde durch den Preußischen Staat in der 1880er Jahre bereitgestellt. Für die Ausstattung und den laufenden Betrieb hatten das Institut für Gärungsgewerbe und die VLB Sorge zu tragen. Neben der Hochschulbrauerei entstanden Laboratorien und Hörsäle.

Vor 133 Jahre wurde die Unterrichtsanstalt für Brauer in 1888 von der VLB eröffnet, damals noch auf dem Campus der Königlich-Landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin in der Invalidenstraße. Der Einzug auf dem Campus Seestraße erfolgte erst 1897.

Ab 1903 erfolgte die Brauer-Ausbildung der VLB in Kooperation mit der Königlich-Landwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin und die königliche Staatsregierung führte die „Diplomprüfung für Brauerei-Ingenieure“ ein. Die Studierenden der VLB-Brauerschule waren nunmehr auch reguläre Studenten der Hochschule.

Bis 1909 brachte der VLB-organisierte brautechnische Studiengang 40 diplomierte Brauerei-Ingenieure hervor. Mit dem ersten Weltkrieg wurden verkürzte Kriegssemester eingeführt und die Studierendenzahl des Instituts für Gärungsgewerbe sank binnen zwei Jahren von 109 auf 14 Studenten im Jahre 1915.

2. Weltkrieg und geteilte Berlin

Im Jahre 1935 wurde die Königlich-Landwirtschaftliche Hochschule zu Berlin aufgelöst. Die Fakultäten und somit auch die Brauwesen-Studenten am Campus Seestraße wurden an die Friedrich-Wilhelms-Universität, heute Humboldt-Universität zu Berlin, angegliedert.

Im Zuge der Kriegshandlungen wurden 1943 große Teile des Instituts für Gärungsgewerbe und Biotechnologie an der Seestraße zerstört. Dennoch wurde der Hochschulbetrieb nach Kriegsende 1946 wieder aufgenommen. Die Lage des Campus Seestraße in West-Berlin und der Uni-Verwaltung in Ost-Berlin führte jedoch zu politischen Spannungen.

Die Teilung Berlins führte dazu, dass 1950 die Studenten am Westberliner Campus Seestr. gemeinsam mit ihren Professoren die Ost-verwaltete Humboldt Universität.

von 1951 bis heute

1951 schließlich wurden die Fakultäten der TU Berlin in Berlin-Charlottenburg angegliedert. Von 1951 bis heute wird das Studium zum/zur Brauingenier*in von der TU Belrin angeboten, und seit 2011 gibt es sowohl Bachelorstudiengänge als auch Masterstudiengänge in Brau- und Getränketechnologie und Brauwesen!