Bauphysik und Baukonstruktionen

Milieuschutz versus Klimaschutz?

Strategien zur Vereinbarung von klimagerechter mit sozialverträglicher Quartiersentwicklung

Vorphase

Neue Perspektiven durch ko-kreative Entwicklung im Quartier.
Wissen nutzbar machen. Gebäudebezogene, Quartiers- & Cross-sektorale Maßnahmen erfassen.

Das Forschungs- und Modell-Projekt “Milieuschutz versus Klimaschutz?” (MvK) hat zum Ziel innovative wissenschaftlich fundierte, umsetzungsfähige und quartiersbezogene Strategien zu erarbeiten, die den Zielkonflikt in Milieuschutzgebieten zwischen sozialer Stadt und Klimaneutralität, sprich energetischer Quartiersentwicklung, sozialverträglich und CO2-reduzierend beilegen können.

Im Verbund mit Berliner Bezirken, Wissenschaft, Gebäudeeigentümer, Bewohner, Verbänden und weiteren Fach-Partnern sowie unterstützenden zivilgesellschaftlichen und fachlichen Akteuren werden schrittweise Handlungsansätze entworfen, um Handlungsfeld-übergreifende und sozialverträgliche Klimaschutzmaßnahmen in Milieuschutzgebieten zu erschließen.

Dazu werden durch eine Bilanzierung auf Quartierebene direkt oder äquivalent CO2-mindernde Maßnahmen, Projekte und Ideenvorschläge in Bezug auf ihre Wirkmächtigkeit auf den Klimaschutz quantitativ bewertbar gemacht und mit den Effekten auf den Milieuschutz in Relation gestellt.
Zudem bietet die Bilanzierung eine Grundlage für eine digitale und echtzeitnahe Anwendung für die Evaluation und das Monitoring, die als Entscheidungshilfe die Akteure und die weiterführende Partizipationsfähigkeit unterstützen kann.

Mit dem Vorhaben werden Informations- und Handlungsgrundlagen für eine adaptierbare Umsetzung erfasst, die es ermöglichen sollen, besonders geschützte Bestandsquartiere an die Anforderungen des Klimaschutzes heranzuführen. Im Ergebnis entsteht ein Werkzeugkasten als Handlungsrahmen und Orientierungsgrundlage für Kommunen, Bezirke, Immobilieneigentümer*innen, Mieter*innen und Baugewerbe.

Das Projekt wird anhand von zwei Referenz-Quartieren, der Mierendorff-Insel in Berlin Charlottenburg und der Schillerpromenade in Berlin Neukölln, mit lokalen und übergeordneten Akteuren gemeinschaftlich durchgeführt. Es steht damit in Synergie zum Berliner Energie- und Klimaschutz-Programm BEK2030 und erhält durch aktuelle wohnungspolitische Maßnahmen eine besondere Relevanz für alle Berliner Bezirke und auch darüber hinaus – wenn die Vereinbarkeit von Klimaneutralität und Mietpreisbegrenzung insbesondere im Bestand gelingen soll.

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt (AZ 35861) wurde durch zukunftsgeraeusche GbR und der TU Berlin – Fachgebiete Bestandsentwicklung und Erneuerung von Siedlungseinheiten sowie Bauphysik und Baukonstruktionen und vom Büro der Ersten Vizepräsidentin – Stabstelle Urbane Transformation und Transfer entwickelt und wird begleitet von den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln von Berlin, insar conslut – Gesellschaft für Stadtplanung, Architektur und Regionalberatung sowie weiteren Projektpartner*innen.

FördermittelgeberDeutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
ProjektlaufzeitDezember 2020 bis Dezember 2021
Beteiligte FachgebieteFG Bauphysik und Baukonstruktionen FG Fachgebiet Bestandsentwicklung und Erneuerung von Siedlungseinheiten (BES)
Daten