Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft

Lernfabrik

Lernfabriken als didaktisches Konzept bieten Raum für ein phasenübergreifendes formelles und informelles Lernen durch Abbildung authentischer Prozesse der beruflichen Arbeit, inklusive technischer und organisatorischer Aspekte. Sie zeichnen sich durch handlungsorientiertes Lernen und aufgabenspezifisches Problemlösen in realitätsgetreuer Lernumgebung aus und werden in der deutschen Hochschullehre seit 2007 eingesetzt [1] (pp. 18-19).

In der ersten Maßnahme "Lernfabrik - Berufliche Bildung vernetzt" in 2023 war es Ziel, in der Beruflichen Bildung an der TU Berlin fachübergreifend für die Lehramtsstudiengänge Ernährung/Lebensmittelwissenschaft, Metall-, Elektro-, Informationstechnik, Garten- und Landschaftsbau, Bautechnik sowie angrenzende Fächer und Monostudiengänge eine modulare Lernfabrik zu konzeptionieren und anzubahnen, um diese zukünftig in einer attraktiven, fachlich und didaktisch zeitgemäßen Lehrkräftebildung zu verankern. Dadurch solle eine flexible Anpassung an wissenschaftliche Erkenntnisse, Anforderungen der beruflichen Praxis (im Labormaßstab) und an die Lernprozesse sowie die angestrebte Kompetenzentwicklung der Zielgruppen (Lehramtsstudierende, ggf. Auszubildende und Ausbildende) ermöglicht werden. Durch den fachübergreifenden Ansatz werden Synergien und Kollaborationen zwischen den verschiedenen Akteur:innen geschaffen und eine stärkere Verknüpfung der Fachdidaktiken der beruflichen Bildung mit den Fachwissenschaften an der TU Berlin erreicht. Der frühe Einbezug betrieblicher Praxis wird seit 2020 erfolgreich im Rahmen des Qualitätsoffensive Lehrkräftebildung geförderten Projekts TUB Teaching 2.0 in den dort etablierten Ko-Labs umgesetzt, die im Konzept der Lernfabrik weiterentwickelt werden. Die Konzeption der Lernfabrik umfasste neben der inhaltlichen Ausarbeitung die Partnerfindung. Darüber hinaus wurde im Wintersemester 2023/24 die Lehrveranstaltung Außerschulische Lernorte und Kooperationen" durchgeführt.

In der folgenden Maßnahme "Lernfabrik Berufliche Bildung vernetzt: Durchführung kooperativer Lernmanufakturen" in 2024 ist die kontinuierliche Durchführung von kooperativen Lernmanufakturen geplant. Diese verbinden den Ko-Lab Ansatz, die Lernfabrikkonzeption und bereits erfolgreich pilotierte Lehr-Lernformate aus dem Projekt Korn-Scout. Durch Intensivierung des Praxisbezugs lernen Studierende die Vielfalt der betrieblichen Arbeiten ihrer späteren Schüler:innen vor Ort..

[1] Wilbers, K.; Windelband, L., Eds. (2021). Lernfabriken an beruflichen Schulen: Gewerblich-technische und kaufmännische Perspektiven; epubli: Berlin, ISBN 9783753142012. doi:10.25656/01:21245.

Projektlaufzeiten:
01/2023-12/2023 (Maßnahme 5 - Lernfabrik Berufliche Bildung vernetzt)
01/2024-12/2024 (Maßnahme 5 - Lernfabrik Berufliche Bildung vernetzt: Durchführung kooperativer Lernmanufakturen – der Nachhaltigkeit auf der Spur)

Förderkennzeichen:

Fördergeber: Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

Projektkoordination: Nina Langen, TU Berlin

Kontakt

Prof. Dr.

Nina Langen

FGL Strukturprofessur

nina.langen@tu-berlin.de

+49 30 314-73366

+49 30 314-21120

Einrichtung Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft
Sekretariat MAR 1-1
Gebäude MAR
Raum MAR 1.042