Zentrum für Antisemitismusforschung

Prof. Dr. Uffa Jensen

Prof. Dr.

Uffa Jensen

jensen@tu-berlin.de

Sekretariat KAI 1-1
Raum KAI 1305
Dienstags17.00 - 18.00 Uhr

Zur Person

Uffa Jensen stammt aus dem nördlichsten Schleswig-Holstein. Er hat Geschichte und Philosophie in Kiel, Jerusalem (Hebräischen Universität), Berlin und New York City (Columbia University) studiert. 2003 wurde er an der Technischen Universität bei Prof. Dr. Reinhard Rürup und Prof. Dr. Werner Bergmann promoviert. Seine Dissertationsschrift zum Verhältnis von bürgerlichen Juden und Protestanten im 19. Jahrhundert wurde mit summa cum laude bewertet und erschien 2005 unter dem Titel „Gebildete Doppelgänger. Bürgerliche Juden und Protestanten im 19. Jahrhundert“ (Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen).

2003 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Georg-August-Universität Göttingen am Lehrstuhl von Prof. Dr. Bernd Weisbrod tätig, um dann von 2003-2007 als DAAD-Fachlektor an der University of Sussex in Großbritannien zu lehren und zu forschen. Anschließend kehrte er 2008-2010 an die Uni Göttingen zurück und arbeitete dort als Postdoktorand am Graduiertenkolleg „Generationengeschichte“. In dieser Zeit publizierte er zur deutsch-jüdischen Geschichte, zur Geschichte des Antisemitismus und der Generationengeschichte. 2010-2017 forschte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich „Geschichte der Gefühle“, den Prof. Dr. Ute Frevert am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung leitet. Dort verfasste er insbesondere eine Habilitationsschrift zur transnationalen Geschichte der Psychoanalyse in Berlin, London und Kalkutta, mit der er Ende 2016 an der Freien Universität Berlin habilitiert wurde. 2017 hat er eine Heisenberg-Forschungsprofessur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten; diese wurde im Dezember 2017 am Zentrum für Antisemitismusforschung eingerichtet.

Neben den entsprechenden Forschungsfeldern der Wissenschaftsgeschichte der Psycho-Wissenschaften, der transnationalen Geschichte sowie der modernen Emotionsgeschichte beschäftigte er sich in dieser Phase auch mit der Emotionsgeschichte des Antisemitismus. In diesem Kontext entstand 2017 sein Buch „Zornpolitik“ (Suhrkamp, Berlin), das auch die Emotionen im gegenwärtigen Rechtspopulismus und -extremismus thematisiert. März 2019 ist die Veröffentlichung seiner Psychoanalyse-Studie im Suhrkamp Verlag geplant.

Uffa Jensen ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Geschichte & Theorie“, der seit 1995 existiert. Er ist seit 2007 Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo-Baeck-Instituts in der Bundesrepublik Deutschland.