Übersicht zu Beratungsangeboten und Beschwerdestellen an der TU Berlin

Die TU Berlin, ein Ort mit mehr als 33.000 Student*innen und über 7.000 Mitarbeitenden, ist ein diverser Ort des Studierens, Forschens, Lehrens und Arbeiten. Leider ist unsere TU Berlin jedoch nicht frei von Diskriminierung. Stetig wird an Prävention gearbeitet und die Universität bietet eine Menge an Anlaufstellen zur Beratung und Unterstützung.

Folgend können Sie diese Anlaufstellen an der TU Berlin finden, die Ihnen in schwierigen Situationen zur Seite stehen. Unter den Vorstellungstexten der Anlaufstellen können Sie herausfinden, für welche Statusgruppen die jeweilige Anlaufstelle agiert und eine unabgeschlossene Aufzählung von Themen, mit denen sich die Anlaufstelle beschäftigt und bei der sie beraten kann.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die Liste der Anlaufstellen stetig aktualisiert wird.

Interne Anlaufstellen

Für alle TU-Angehörige

Antidiskriminierungsbeauftragter

Der Antidiskriminierungsbeauftragter nimmt die Position der Beschwerdestelle nach § 13 AGG ein. Er bietet eine Erst- und Verweisberatung für alle Mitglieder und Gäst*innen der TU Berlin an. Beschäftigte haben zudem das Recht eine Beschwerde einzureichen, wenn sie sich im Zusammenhang mit ihrem Beschäftigungsverhältnis benachteiligt fühlen.

Themen:
- Beschwerden nach AGG wegen Benachteiligung aufgrund von Rasse, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Identität (nach § 1 AGG)

Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung

Das Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung wird von der Zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten geleitet und umfasst verschiedene Aufgabenfelder und Projekte. Die Referent*innen für Gleichstellung setzen sich u.a. für die Belange von trans, inter und nichbinären Personen ein und sind für diese ansprechbar.

Themen:
- geschlechtliche Vielfalt

Nebenberufliche Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Die dezentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sind Ihre Ansprechpartner*innen in den Fakultäten und Einrichtungen der TU Berlin für ein gleichberechtigtes, offenes und diverses Arbeits-, Forschungs- und Bildungsumfeld. Wir beraten und unterstützen Sie, gerne auch anonym.

Themen:
- sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt
- Gleichstellungsfragen
- geschlechtsspezifische Diskriminierung

Ombudspersonen und Kommission für wissenschaftliches Fehlverhalten

Die Ombudspersonen sind Ansprechpartner*innen für gute wissenschaftliche Praxis an der TU Berlin. Sie können sie ansprechen, wenn Sie wissenschaftliches Fehlverhalten vermuten. Die Ombudspersonen werden versuchen, den Fall durch Schlichtung zu lösen und ihn ggf. an die Kommission zur Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens weiterleiten, die die Vorwürfe prüft, bewertet und dem Präsidium einen Beschlussvorschlag vorlegt.

Themen:
- wissenschaftliches Fehlverhalten

Servicebereich Familienbüro

Alle Beschäftigten und Studierenden der Universität können sich bei Familienthemen an das Familienbüro wenden. Die Beratung umfasst Fragen zu Themen wie den folgenden:

Themen:
- Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie
- Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung (Teilzeit, Telearbeit, Sonderurlaub)
- Unterstützungsmöglichkeiten während des Studiums bei Schwangerschaft und Elternzeit
- finanzielle und rechtliche Möglichkeiten bei Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld, Kindergeld
- Kita- und Schulplatzsuche oder Babysittersuche
- Kinderbetreuungsmöglichkeiten, auch für Gastwissenschaftler*innen; Organisation von Kinderbetreuung bei TU-Veranstaltungen
- Navigation für pflegende Angehörige
- Umsetzung „audit familiengerechte hochschule“
- Antragstellung und Nutzungsmöglichkeiten für Gleichstellungsmittel im Rahmen von Drittmitteln
- TU-Kinderbetreuungsangebote: flexible Kinderbetreuung, Ferienbetreuung

Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Die Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ist gewählte Vertreterin der weiblichen Mitglieder der Universität und setzt sich für die Beseitigung der bestehenden Nachteile für Frauen sowie für Chancengleichheit und Diskriminierungsfreiheit ein. Sie ist ansprechbar für Studierende und Beschäftigte und berät vertraulich und unabhängig.

Themen:
- sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt
- Gleichstellungsfragen
- Diskriminierung aufgrund des Geschlechts

Für Mitarbeiter*innen

Betriebliche Sozialberatung

Aufgabe der Betrieblichen Sozialberatung ist es, Mitarbeiter*innen der Technischen Universität individuell und professionell bei privaten oder beruflichen Problemen zu beraten und zu unterstützen. Die Gespräche sind vertraulich und unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht nach §203 StGB. Es werden Telefon-, Online- und Präsenzberatungen durchgeführt.

Themen:
- psychische und psychosoziale Notlagen am Arbeitsplatz und privat
- Konflikte
- Betriebliches Eingliederungsmanagement

Betriebsärztlicher Dienst

Bei medizinischen Themen steht Beschäftigten der Universität der betriebsärztliche Dienst zur Verfügung.

Themen:
- Beratung in Konfliktsituationen, die mit einer gesundheitlichen (psychosomatischen, psychischen und/oder körperlichen) Beeinträchtigung einhergehen beziehungsweise aus einer solchen resultieren
- Erste Hilfe bei Konfliktsituationen jeglicher Art

Konfliktmanagement

Das Konfliktmanagement unterstützt alle Mitarbeitenden der TU Berlin bei Konflikten mit einer oder mehreren Parteien. Ihre Anliegen werden vertraulich behandelt und sind allparteilich und neutral.

Themen:
- Konflikte
- Kommunikation

Personalrat

Alle Beschäftigten, die als Arbeitnehmer*innen, Beamt*innen sowie als Auszubildende an der Universität arbeiten, können sich an den Personalrat wenden, wenn sie einen Konflikt direkt im Arbeitsumfeld klären müssen. Das Angebot umfasst:

Themen:
- Beratung und Unterstützung bei Problemen am Arbeitsplatz
- Konfliktberatung bei Konflikten zwischen Beschäftigten untereinander und Vorgesetzten (oft Einzel-/Strategieberatung)
- keine Mediation, keine Moderation, nichtprofessionalisierte Konfliktberatung

Schwerbehindertenvertretung

Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) hat die Eingliederung schwerbehinderter Menschen zu fördern, ihre Interessen im Betrieb zu vertreten und ihnen beratend und helfend zur Seite zu stehen. Dies bezieht sich auf alle Angelegenheiten, welche den einzelnen Schwerbehinderten wie auch die Schwerbehinderten als Gruppe betreffen.

Themen:
- Beratung, Begleitung und Hilfe im Antragstellungsverfahren
- Beratung und Einleitung von Arbeitsplatzausstattungen sowie Arbeitsassistenzen
- Beratung bei Konflikten
- Förderung der Eingliederung in den Dienststellen

Für Studierende, studentische Mitarbeiter*innen, Studieninteressierte, Promovend*innen

Hinweis: Weitere Anlaufstellen für Studierende während des Studiums sind auf folgender Webseite zu finden.

Allgemeine Studienberatung

Die Studierendenberatung unterstützt Sie bei der Orientierung vor dem Studium und auch währenddessen – bei Einzelberatung, Veranstaltungen, Informationsmaterialien oder auch die Vermittlung an Ansprechpartner*innen für spezifische Belangen.

Themen:
- Themen rund ums Studium: Studienwahl, Karriere, Probleme etc.
- Studieren mit Kind

Personalrat der studentischen Beschäftigten

Studentisch Beschäftigte können sich bei sozialen und arbeitsrechtlichen Fragen, sowie Konflikten und Schwierigkeiten mit der Personalstelle, Dienststelle, Vorgesetzten oder der Präsidentin jederzeit an den Personalrat der studentischen Beschäftigten wenden.

Themen:
- Beratung zum Arbeitsverhältnis, Arbeitsvertrag, Aufgabengebiet, Vertragslaufzeit, (Sonder-)Urlaub, Krankheit, Mutterschutz und Elternzeit, -
- Kündigung/Auflösungsvertrag etc.
- Konfliktberatung bei Problemen mit Vorgesetzten, Mitarbeiter*innen etc.
- allgemeine Informationen zu Kindergeld/Kranken- und Rentenversicherung (keine Rechtsberatung!)
- monatliche Treffen für Neueingestellte

Psychologische Beratung

Die psychologische Beratung hilf Studierenden bei persönlichen Belastungen, in Krisen sowie bei allen psychologisch motivierten Fragen und Problemen, die das Studium beeinträchtigen können.

Themen:
- Stress, Überforderung
- Identitätsfindungsschwierigkeiten
- Diskriminierungserfahrungen

© Unsplash/Hannah Busing

Externe Anlaufstellen

Neben den diversen Anlaufstellen an der TU Berlin, bietet die Stadt Berlin ein breites Angebot an Beratungs- und Unterstützungsstellen.

© Unsplash/Nadine Shaabana

Gegen Machtmissbrauch an der TU Berlin

Das Thema Machtmissbrauch in der Wissenschaft wurde spätestens mit Bekanntwerden des Ausmaßes von #metoo an Hochschulen sichtbar und ließ erkennen, dass unsere Strukturen Machtmissbrauch vielerorts begünstigen. Es ist uns ein großes Anliegen, dass an der TU Berlin ein breites Bewusstsein für Machtmissbrauch besteht, sodass wir diesen möglichst gemeinsam bekämpfen können. Auf der folgenden Webseite können Sie eine Definition sowie eine Stellungnahme der Präsidentin Prof. Dr. Geraldine Rauch sowie Beispiele finden, die es einfacher machen sollen Machtmissbrauch zu erkennen und zu verstehen. Die Webseite entwickelt sich stetig weiter und soll auch aktuelle Vorhaben und Projekte aufzeigen.

Richtlinien

An der TU Berlin werden durch verschiedene Richtlinien und Handreichungen Prozesse bei Diskriminierungsvorfällen festgelegt und Empfehlungen gemacht. Folglich sind relevante Dokumente zu finden.