Technische Universität Berlin

Die Mitarbeiter*innen im Fokus

Die Technische Universität Berlin als Arbeitgeberin

Herr Neukirchen, die TU Berlin ist eine sehr dynamische Organisation und auch unser Umfeld ist in Bewegung. Vieles verändert sich. Wie schätzen Sie die Situation ein?

Ja, das spüren wir alle. Arbeitswelten und –weisen gestalten sich neu. Die Digitalisierung hält Einzug in unsere Büros, in Studium und Forschung, vor allem auch in unser Privatleben. Wir spüren gegenwärtig einen sehr hohen Veränderungsdruck. Eine Arbeitgeberin wie die TU Berlin muss hier Schritt halten. Die Universitätsleitung stellt dafür die Weichen, damit unsere Hochschule für 8000 Arbeitnehmer*innen und rund 34.000 Student*innen attraktiv und modern bleibt, dass wir auf hohen Niveau Lehre anbieten und unsere exzellente Forschung fortsetzen können. Das ist ein komplexes Unterfangen. Es fängt bei der Instandhaltung unserer Häuser an, geht über die IT-Infrastruktur bis hin zu den Arbeitsbedingungen, die wir steuern können.

Was kann die TU Berlin als Arbeitgeberin konkret tun?

Wir müssen uns stetig weiterentwickeln und den diversen Lebensläufen und -entwürfen unserer Mitarbeiter*innen und unseren Student*innen Rechnung tragen. Unsere Instrumente der flexiblen und modernen Arbeit bauen wir deshalb aus. Dazu gehören mehr Möglichkeiten für Home Office und mobiles Arbeiten auch für Mitarbeitende ohne Kinder oder zu pflegende Angehörige. Und, das ist mir wichtig, wir achten darauf, dass es Pausen gibt. So wollen wir zum Jahresende zwischen Weihnachten und Neujahr einen Ruhepunkt schaffen für uns alle. Da muss es eben auch einmal heißen: Sorry, bin gerade nicht da.

Welche Maßnahmen bieten wir für Mitarbeiter*innen und Student*innen mit Kind an?

Wir sind ein familiengerechter Campus. Dazu gehören Angebote der Ferienbetreuung, Wickelzimmer und kostenloses Mensaessen für Kids bis 6 Jahre. Zahlreiche Spielplätze, Eltern-Kind-Zimmer, Sport- und Reiseangebote für Familien und Schwangere, bevorzugte Behandlungen von Eltern mit Kind in bestimmten Servicebereichen oder die Ausleihe von Spielsachen sind Teil unserer familiengerechten Infrastruktur auf dem Campus. Mitarbeiter*innen können auch ihre Kinder zu unserer Kinder-Uni anmelden, zur Langen Nacht der Wissenschaften gibt es den Kindercampus mit 3000 Besucher*innen. Damit öffnen wir das große Feld der Universität auch den Jugendlichen.

Zu immer diverser werdenden Lebensläufen gehört das lebenslange Lernen. Was bietet die TU Berlin auf diesem Gebiet?

Wir haben ein großes und sehr vielfältiges Weiterbildungsangebot. Das reicht von Forschungsmanagement bis hin zur Wissenschaftskommunikation oder von Führungskräftecoaching bis hin zur Teamentwicklung. Ergänz wird das durch zehn Stipendien pro Jahr, immerhin jeweils 10 000 Euro, die wir für die Teilnahme am neuen Studiengang Wissenschaftsmanagement anbieten. Ich könnte noch viele Beispiele aufzählen, die zeigen, dass wir bereits eine sehr attraktive und moderne Arbeitgeberin sind, die auch die persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter*innen im Fokus hat.

Direkt am Ernst-Reuter-Platz befindet sich ein Sportstudio der TU Berlin. Welche Rolle spielen Sport und Gesundheit?

Wir fördern sowohl den Breiten- wie den Spitzensport. Das Programm des Hochschulsports beinhaltet mehr als 1000 Angebote und eben auch die Betreuung und Förderung von jungen Spitzensportler*innen, die an Europa- oder Weltmeisterschaften teilnehmen. Unser Angebot für TU-Mitglieder reicht von wöchentlich stattfindenden Kursen über Workshops, Exkursionen, Tanz, Massagen, aktive Bewegungspausen bis hin zum Berliner Firmenlauf und dem After-Work-Cup. Es umfasst auch spezielle Angebote für Frauen und Familien.

Mehr als 170 verschiedene Sportarten stehen zur Auswahl. Eine betriebsärztliche Betreuung, Arbeitsschutz, diverse Weiterbildungs- und Beratungsangebote zu den Themen Gesundheit, Pflege, Familie und Beruf, Suchtprävention sowie Arbeits-, Umwelt und Gesundheitsschutz sind Bestandteil eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements, das die Technische Universität Berlin all ihren Beschäftigten bietet. Zu diesem ganzheitlichen Ansatz gehören auch die jährlich stattfindenden Gesundheits- und Aktionstage, die über interne und externe Gesundheitsangebote informieren.

Die Fragen stellte Stefanie Terp.