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Lehre | Hochschulübergreifende Ringveranstaltung zur Bildung für Lebensführung zum dritten Mal gestartet

Während des zweiten Corona-Semesters fing alles an: Dozierende der Pädagogischen Hochschulen Heidelberg und Schwäbisch Gmünd und der TU Berlin sahen die neuen Möglichkeiten der Online-Lehre als Chance, um eine hochschulübergreifende Ringveranstaltung zur Bildung für Lebensführung zu initiieren.

In diesem Sommersemester findet die inzwischen länderübergreifende Ringveranstaltung in Kooperation mit den fachdidaktischen Gesellschaften der Ernährungs- und Verbraucherbildung Deutschlands (HaBiFo), Österreichs (TNE) und der Schweiz (FD-WAH.CH) jetzt schon zum dritten Mal statt. Bis zu 300 Lehramtsstudierende der Fächer Alltagskultur und Gesundheit, Arbeitslehre und analoger Fächer der haushaltsbezogenen Bildung der Hochschulstandorte der drei Länder setzen sich gemeinsam mit aktuellen Themen der Ernährungs- und Verbraucherbildung auseinander. Dozierende der verschiedenen Hochschulen setzen im aktuellen Semester den Fokus beispielsweise auf Nachhaltigkeit im Kontext Ernährung und Textilien, Social-Media-Marketing oder biografisch orientierte Didaktik. Erste Evaluierungsergebnisse der vorigen Semester zeigen, dass die Studierenden genau diese Vielfalt der Themen bzw. Perspektiven und die Möglichkeit der Teilnahme an einer internationalen Veranstaltung schätzen.

Die Vorsitzende des Verbandes „Haushalt in Bildung und Forschung“ Prof. Dr. Silke Bartsch stellt fest: „Gerade für die sogenannten kleinen Fächer mit eher wenigen Professuren bietet die hochschulübergreifende Ringveranstaltung im digitalen Format ein lebendiges Forum für die Diskussion aktueller Aspekte der Bildung für Lebensführung.“ Das korrespondierende Studienfach Alltagskultur und Gesundheit in Baden-Württemberg (in anderen Bundesländern verankert in Arbeitslehre und assoziierten Fächern) versteht sich als ein lebensweltbezogenes Fach, das zu gegenwarts- und zukunftsrelevanten Themen fachwissenschaftlich begründete Erkenntnisse generiert, für die private Lebensführung relevante Lernprozesse initiiert und entsprechende Kompetenzen entwickelt.

Die Ringveranstaltung hat sich aufgrund des großen Interesses der Studierenden, des positiven Echos auch über die Hochschule hinaus und dank des Engagements der Dozierenden schnell zu einem festen Bestandteil der Aus- und Fortbildung im Lehramt etabliert. Die initiierenden Professorinnen (Silke Bartsch, TU Berlin; Angela Häußler und Katja Schneider, PH Heidelberg; Petra Lührmann, PH Schwäbisch-Gmünd) sehen sich durch den Erfolg ihrer Idee bestätigt und werden das Potenzial einer virtuellen Ringveranstaltung für die länder- und hochschulübergreifende Wissenskommunikation im Kontext Bildung für Lebensführung auf jeden Fall weiter nutzen und ausbauen.

-S. Bartsch